Willkommen

…auf den Seiten von Jascha Rohr,

Dies ist mein privater Blog. Das Institut für Partizipatives Gestalten finden Sie hier. Ich wünsche viel Spaß und Interesse,

Welcome to my private blog. You can find the Institute for Participatory Design here. All the best

jascha rohr

Partizipativ Gestalten

Archiv von 2005

Gestaltung bzw. Design hat nicht wie im herkömmlichen Sprachgebrauch allein etwas mit Kunst, Mode oder Technik zu tun, sondern ist unsere Fähigkeit auf unsere Umwelt Einfluss zu nehmen. Das kann auf vielerlei Weise geschehen, vielfältige Gründe haben und zu unterschiedlichsten Lösungen führen. Wir Menschen haben gar keine andere Wahl als unsere Umwelt bewusst oder unbewusst zu gestalten. Gestaltung gehört zum Menschsein dazu.

Schlüterwerke

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Mustersprachen

Archiv einer Seite von 2006

Das Konzept der Mustersprachen stammt von dem amerikanischen Architekten Christopher Alexander. Alexander stellte sich die Frage, wie es ihm als Architekten gelingen könne, lebendige Architektur zu schaffen. Heutigen Architekten mag diese Fragestellung schon fast anrüchig vorkommen, geht es ihnen doch oft um die Verwirklichung abstrakter funktionaler und ästhetischer Konzepte. Alexander beobachtete jedoch, dass es Orte gibt, die lebendiger wirken als andere und dass er diese Wahrnehmung mit vielen Menschen teilte, wie er in seinen Experimente zeigte. Um dieser Lebendigkeit auf die Spur zu kommen, entwickelte er aus seinen Beobachtungen das Konzept der Mustersprachen.

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Geschichtenerzählen

Archivierung einer Seite von 2006

Mündliche Überlieferungen bildeten für lange Zeit den Kern jeder Kultur. Sie gaben Erklärungen über den Aufbau der Welt und vermittelten praktisches und ethisches Wissen. Am Feuer wurden Fabeln, Märchen und Legenden von Generation zu Generation weitergegeben und schufen eine Atmosphäre des Staunens, der Magie, von Freude und Leid, sie schöpften sich aus den direkten Erfahrungen der Menschen in ihrer jeweiligen Welt und waren so direkte Philosophie.

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Geschichtenerzählen: Programme

Dies ist eine archivierte Seite von 2006

EvolutionWunderbare Evolution

Der Fortschritt der Evolution hat ihn hervorgebracht: die Krone der Schöpfung, den Menschen! Und doch gibt es immer wieder Individuen, die sich im Vollbesitz ihrer geistigen Zurechnungsfähigkeit aus dem Genpool der Schöpfung streichen. Ein tieferer Sinn dieser Taten ist völlig ausgeschlossen, wäre da nicht – ja wäre da nicht die Evolution selbst, die von diesen selbstlosen Taten einen Gewinn davontrüge. Let’s face it: die natürliche Selektion macht auch vor unseren Brüdern und Schwestern nicht halt! Wahrscheinlich sollten wir der Intelligenz der Schöpfung applaudieren, statt bestürzt zu sein, oder?

Ein völlig geschmackloses Programm, unter der Gürtellinie, jenseits von Anstand und Moral, empörend und fragwürdig. Irrwitzig komisch, makaber und schadenfroh. Und doch bleibt der Abend nicht von großen Fragen unberührt und das Lachen möglicherweise im Halse stecken.

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Europäischer Folk

Europäischer Folk. Aus den Traditionen schöpfend. Mit Kraft, Mut und neuen Ideen befeuert. Klar, akustisch und schlank im Klang. Voll, lebhaft und vielfältig im Repertoir. In dieser Musik habe ich meine musikalische Ausdrucksform gefunden.

Ursprünglich habe ich bei Ulrich Busch klassische Gitarre gelernt und im Chor gesungen. Doch als mir klar wurde, dass ich kein professioneller klassischer Musiker werden würde, bot mir die Beschäftigung mit Folk die Möglichkeit in einer sehr ursprünglichen Form Musik zu spielen und mit anderen zu teilen. Angefeuert von meinem Interesse an historischen Musikinstrumenten begann ich Drehleier, Gitarren, Geige, Laute, Obertonflöten und Maultrommel zu spielen und habe mich mittlerweile, beeinflusst durch meinen Lehrer Jens Kommnick, weitestgehend auf Gitarren (klassisch und DADGAD) sowie irische Bouzouki beschränkt.

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Polylektik

Dies ist ein Archiv einer Seite, die 2006 geschrieben wurde.

Polylektik ist der Name eines Theorieprojekts, das ich schon lange verfolge. Während sich die Dialektik als Logik dualistischer Weltanschauungen beschreiben lässt (z.B. die Logik von Subjekt und Objekt), beschreibt der Begriff Polylektik eine Logik bei der es vielfältige Pole zu vermitteln gilt. Innerhalb des Theorieprojekts einer Polylektik stehen dabei momentan vor allem die kritische Theorie Theodor W. Adornos, insbesondere die Negative Dialektik, sowie die Phänomenologie Maurice Merleau-Pontys, und die Aktor-Netzwerk Theorien von Donna Haraway und Bruno Latour in meinem Interesse. Aber nicht nur: mit der Polylektik verbinde ich auch den Anspruch unterschiedliche Theorietraditionen und Wissenschaftsdisziplinen aufzugreifen und deren Potentiale nahezu synkretistisch zu nutzen. Eine Polylektik ließe sich als Theorie beschreiben, in deren Zentrum Vielfalt und Wandelbarkeit stehen und die Erkenntnis ermöglicht, indem sie ihren Blick auf die unterschiedlichen (Erfahrungs-) Muster dieser Vielfalt und Wandelbarkeit richtet. Auf diese Weise ergeben sich Perspektiven auf situiertes prozessurales Wissen, ohne im „Glauben an ein letzthin Gegebenes (Adorno)“ den Erkenntnisprozess abbrechen zu müssen.

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Oya-Gespräch: Lasst uns die Krise feiern

Die Zeitschrift Oya – anders denken. anders leben lud Andreas Weber (Biologe und Autor), Bettina Jarasch (Vorstandsmitglied der Grünen in Berlin) und Jascha Rohr (Geschäftsführer des Instituts für Partizipatives Gestalten zu einem Gespräch über Partizipation nach Berlin ein: Welche Rolle kommt kollaborativen Ansätzen in Zukunft zu, wenn unsere Parlamente immer weniger in der Lage zu sein scheinen, die drängendsten Probleme zu lösen?

Das Interview als Text und Video ist unter folgendem Link zu finden:

www.oya-online.de

 

Prozessoren im Feld

Wie wir als Resonierende, Transformierende, Kokreierende und Kultivierende wirken

Menschen wirken als Prozessoren im Feld. Wenn wir die Wirkungsweisen von Menschen genauer beschreiben wollen, die sich im Verlauf von Transformations- und Innovationsprozessen einstellen, dann lassen sich vier unterschiedliche Rollenzustände erkennen, die meist in der hier beschriebenen Reihenfolge, aber auch synchron verschränkt zueinander auftreten können.

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Die Angst vor dem mündigen Bürger

Bürgerbeteiligung ist das Gebot der Stunde, doch bei der Umsetzung tun sich Politik und Institutionen schwer.

Dieser Tage ruft der Bundespräsident 10.000 Bürgerinnen und Bürger zur Beteiligung am BürgerForum 2011 auf. Er ist derzeit nicht der einzige, der Beteiligung als adäquates und wichtiges Mittel in einer lebendigen Demokratie anpreist. Bürgerhaushalte, Bürgerforen und Zukunftswerkstätten werden von Kommunen, Parteien und anderen Institutionen ihren politikverdrossenen Bürgern angeboten, um Nähe zum Volk zu demonstrieren. Doch nicht immer sind die Intentionen vollkommen ehrlich, nicht selten verstecken sich strategische Ziele hinter den Projekten und häufig sind sie auch bei besten Absichten fachlich unzureichend geplant und durchgeführt. Dadurch wird Politikverdrossenheit jedoch eher befördert als bekämpft. So entpuppt sich das BürgerForum 2011 bei genauem Hinsehen als zahnloser Tiger, der den Bürgern keine reale Teilhabe ermöglichen wird. Gleichzeitig muss man zur Kenntnis nehmen, wie ein kleines aber wagemutiges Projekt zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Enquete-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” des Bundestages kurz vor der Realisierung gestoppt wird. Wahrscheinlich auch aus Angst, dass diese Form der Beteiligung Schule machen könnte. Warum tun sich Politik und Institutionen so schwer mit der Bürgerbeteiligung und worauf müssen Durchführende und Teilnehmende achten, wenn Beteiligung wirklich gelingen sollte?

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7 Milliarden Bewusstseins-Prozessoren

Douglas Adams war ein Visionär. Er wusste, dass die Erde ein gewaltiger Computer ist, der geschaffen wurde, um die Frage auf die Antwort auf die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest zu finden. Als Erinnerung: die Antwort auf die Frage aller Fragen hatte der Supercomputer Deep Thought herausgefunden. Die Antwort lautete: 42. Das Problem war jedoch, dass die Frage selbst nie wirklich formuliert worden war und somit niemand mit dem Ergebnis 42 viel anfangen konnte. Also wurde die Erde gebaut, um die Frage zu der Antwort auf die Frage aller Fragen herauszufinden.

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Wikileaks: Lying is not patriotic

Congressman Ron Paul sums it all up:

Wikileaks – there is only one solution!

Wikileaks is subject to the shere force of a diploamtic and intelligence system that developed during the cold war and since then did not reform. But this system is not capable of reacting to the 21st century internet age. All actions taken at the moment show the helplessness of the old system. Old strategies like closing down infrastructure and finance (hacking wikileaks servers, influencing PayPal, Visa, Schweizer Postbank, MasterCard etc.) may have worked during the cold war. But made public, these acts only prove Wikileaks point: that the US government acts from hubris and uses its influence even while violating civil rights.

So what is the solution? Even if Assange gets locked up for ever and if all servers are shut down: leaking through the internet wont stop anymore! Governments and corporations will have to live with the fact, that classified information will reach the public more easily then ever. There is only one way to react to this: to communicate transparently and open, to stand to ones own mistakes and to avoid illeagal and illegitimate actions. Big Brother: in future that will be civil society watching the powerful institutions. There is nothing which could stop this development. Time to really incorporate ethical action and honest communication, rather than only acting this way, while secret, unethical business is done out of the publics view. That will be a huge challenge for governments, corporations and diplomacy, but it will be the only solution. Beter start with it now and stop shooting the messenger of the own dubios actions.

Let me clarify two points at the end:

To publish leaked documents is not illegal: leaking is. That means that Wikileaks is not illeagal (otherwise the Guardian, Der Spiegel, New York Times etc would be illeagal, too). It is important to fight for this right of freedom of speech. Otherwise the public would have no chance whatsoever to get infomed about corruption and illeagel activities in governments and corporations.

I think it is true, that a publisher should wisely judge the impact of his publications. Wikileaks takes it to easy if it just publishes everything it gets hold of. Every publication is an ethical act with huge responsibility. Wikileaks should differntiate between what is for the greater good and what causes unnessessary threats to society at large. Here Wikileaks has to do it homework.